THW Kiel - Die Frauen

Herzlich Willkommen

Ansprechpartner

Thorsten Tüx
Telefon: 0172-1793606

Trainingszeiten

Dienstag
20:00 - 22:00

Halle
Coventryhalle,
Preetzer Str. 119


Donnerstag
20:00 - 22:00

Halle
Helmut-Wriedt-Halle, Rendsburger Landstr. 119

Chancenlos im Stadtderby

Anstatt nach dem Sieg in Schleswig motiviert an den nächsten Punkten zu arbeiten, schien bei einigen Spielerinnen eher „die Luft raus“ zu sein. Die Trainingsbeteiligung ließ aufgrund von Krankheit und hohem Arbeitspensum in den letzten zwei Wochen durchaus zu wünschen übrig und so war die Vorbereitung auf’s Spiel gegen die Krabben kaum optimal. Dass es nicht leicht werden würde, war klar, dass das Spiel schon nach der ersten Halbzeit mehr oder minder „gelaufen“ sein sollte, hätte sich mitunter vermeiden lassen.

Wir verschlafen direkt die ersten Minuten. Im Angriff agieren wir unkonzentriert und spielen den Holsteinerinnen die Bälle direkt in die Hände. Diese Einladung nehmen die Gäste gerne an und setzen sich dank einer Reihe von Gegenstoßtoren binnen fünf Minuten auf 1:4 ab. Wir fangen uns und gleichen in der 14. Minute zum 6:6 aus. Doch anstatt das Spiel jetzt offen zu gestalten, brechen wir in dieser Phase des Spiels ein und können uns davon nicht mehr erholen. Unsere zahlreichen Fehler im Angriff werden durch schnelle Konter der Kronshagenerinnen konsequent bestraft. Zur Halbzeit steht es bereits 7:13.

Die zweite Hälfte ist auf beiden Seiten wenig sehenswert. Zwar gelingt es uns zu vermeiden, dass Holstein seinen Vorsprung weiter ausbauen kann, ernsthaft verkürzen können wir diesen jedoch zu keinem Zeitpunkt. Über 9:15 (36.) und 12:18 (43.) bleibt die Tordifferenz bis zum 17:23-Endstand recht konstant. Zufrieden sein können wir immerhin mit unserer Abwehr. Selten warf die HSG in den letzten Spielen so wenig Tore, was nicht zuletzt an Annika liegt, die reihenweise freie Würfe entschärft – Hut ab! Holstein punktet vor allem über Tempo, im Positionsspiel setzen lediglich Rieka Thal und Josephine Lüthje durch ihre individuelle Stärke Akzente. Wie in vielen Spielen scheitern wir zu oft im Angriff, vergeben Chancen und wirken zum Teil ideenlos. Daran gilt es weiter zu arbeiten, um in den letzten acht Spielen noch das eine oder andere SH-Liga-Pünktchen zu sammeln. Dies werden wir allerdings mit neuer Besetzung auf dem Trainerstuhl tun, denn nach dem Abpfiff gab es noch einen weiteren Paukenschlag.

Für Patrick war es der letzte Einsatz als Trainer unserer Truppe. Durch neue berufliche Aufgaben wurden in den letzten Monaten die Zeit zu knapp und der Druck zu groß, um auch weiterhin mit vollem Einsatz den Aufgaben als Coach gerecht werden zu können. Auch wenn es auf der Bank oft laut zuging, ist dies nicht nur auf sportlicher Ebene ein Verlust für die Zebra-Truppe. Mit viel Handballverstand versuchte Patrick uns in der laufenden Saison auf die Gegner einzustellen und uns zu einer Mannschaft zu formen. Auch wenn der Saisonverlauf bisher alles andere als erfreulich verlief, ist es schade, dass wir die Saison nicht gemeinsam beenden können. Trotzdem sagen wir: Danke, Patrick! Wir wünschen dir alles Gute für die sportliche wie private Zukunft und freuen uns, dich mal wieder am Spielfeldrand zu sehen - auf der Tribüne soll's auch ein klein bisschen entspannter zugehen…

Ab sofort werden Thorsten Tüx und Svanner, die nebenbei an ihrer Kreuzband-Reha arbeitet, vereinsintern das Steuer übernehmen. Und wer weiß, vielleicht hat dieser Umbruch ja auch bei uns den bekannten "Trainerwechsel-Effekt"...

Tore für die Zebra-Damen: Denise 5, Bambi 3, Lisa, Kiwi und Manya je 2, Jo, Kimi und Branca je 1.