THW Kiel - Die Frauen

Herzlich Willkommen

Ansprechpartner

Gerrit Händel
Telefon:0162-4264107

Trainingszeiten

Dienstag
20.30 - 22.00 Uhr

Halle
Wellsee, Braunstr. 40


Donnerstag
20.30 - 22.00 Uhr

Halle
Wik, Marinestützpunkt

Der THW-II verpasst Befreiungsschlag

Ganze 4 Sekunden fehlten den 2. Damen des THW Kiel am Ende um gegen die HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve einen doppelten Punktgewinn verbuchen zu können. "Die Enttäuschung im ersten Moment ist natürlich riesengroß. Die Mannschaft war gut auf den Gegner eingestellt und über 60 Minuten betrachtet, hätten wir einen Sieg sicherlich verdient gehabt. Besonders ärgerlich ist sicherlich, dass wir schon das dritte Spiel erst in den letzten 3-4 Minuten hergeschenkt haben. Aber das gibt es nun mal nur im Handball und macht deshalb diese tolle Sportart so besonders. Ich würde mich trotzdem freuen wenn das Glück mal auf unserer Seite liegen würde!" so THW Trainer Gerrit Händel direkt nach dem Abpfiff. Beide Seiten brauchten ein wenig um ins Spiel zu finden. Zwar konnte Kim Schwardt nach 1:37 die 1:0 Führung für den THW erzielen aber dann passierte fünf Minuten erst einmal gar nichts, ehe Patricia Misic zum 2:0 erhöhte. Aber auch die Gäste fingen mit dem Tore werfen an und konnten in der 11. Minute zum 4:4 ausgleichen. Die Dithmarscher übernahmen nun nach und nach das Zepter und konnten sich durch drei Tore von der starken Vivien Manzke auf 6:9 absetzen. Erst ein Time-Out auf Seiten des THWs (18.) und eine Umstellung auf einen 2:4 Angriff brachten die Zebras wieder nach vorn. Die Einwechselung von Adalheidur Alfredsdóttir sorgte ab diesem Moment nämlich nicht nur am Kreis für eine zusätzliche Gefahr sondern brachte auch in der Abwehr, vor einer gut haltenden Katharina Sitter im Tor, ein weiteres Stück Stabilität. Die Reaktion von HSG-Coach Hauenstein ließ nicht lange auf sich warten. Doch der Versuch eine Kieler Rückraumspielerin in Manndeckung zu nehmen zeigte nicht den gewünschten Erfolg. Die THW Damen hatten tatsächlich aus den letzten Partie gelernt und die Aussenspielerinnen boten sich immer wieder als Anspielstation für Spielmacherin Kristina Brüning an. Beim 9:9(24.) war das Spiel wieder offen. Begünstigt durch eine 2-Minuten Strafe auf Seiten des THWs konnte die HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve zwar noch einmal durch zwei Siebenmeter auf 9:11 (26.) davonziehen, aber die letzten 4 Minuten der ersten Halbzeit gehörten eindeutig den Hauptstädtern. Mit einer 14:11 Führung ging es zum verdienten Pausentee.

Die 2. Hälfte begann ausgeglichen. Der THW behielt seine Angriffsformation bei aber auch die Gäste hielten an ihrem 5+1 System fest. Es folgten 25 Minuten in dem die Zebras zwar immer mit 2-3 Toren in Führung lagen, sich aber nicht entscheidend absetzen konnten. "Hätten wir den Siebenmeter in der 57. Minute zum 28:24 verwandelt, wäre die Partie sicherlich entschieden gewesen. Stattdessen kann der Gegner im direkten Gegenzug mit dem 27:25 den Anschluss wieder herstellen." macht Betreuerin Janina Kluth dies als Schlüsselszene der Partie aus. Zwar kann der THW knapp 3 Minuten vor Schluss wieder auf drei Tore davonziehen, aber die Gäste setzen nun alles auf eine Karte. Mit Erfolg. Die Jung-Zebras zeigten sich von der Manndeckung der Gäste völlig überfordert und schmeißen einen Ball nach dem anderen weg. Dies nutzte die HSG im Gegenzug für einfache Tore, da es nun auch in der Abwehr an der nötigen Konsequenz fehlte. Daran ändert auch die Auszeit auf Seiten des THW nichts. Zwar gelingt noch der Treffer zum 29:27(59.) doch die letzte Spielminute ist Dramatik pur. Zwei technische Fehler auf Seiten des THWs ermöglichen den Gästen erst den Anschluss zum 29:28 (59:28 Min.) und dann eben noch diesen letzten Wurf zum 29:29 Ausgleichstreffer vier Sekunden vor Ende der Spielzeit :-(. "Alles in allem war es heute sicherlich ein Punktverlust für uns. Trotzdem haben wir über weite Strecken ein richtig gutes Spiel gemacht, das muss uns in der Erinnerung bleiben. Manchmal fehlt uns in den entscheidenen Phasen halt noch ein bisschen die Cleverness um solche Spiele dann auch über die Zeit zu bringen. " kommentierte Co-Trainer Thorsten Tüx das Spiel abschließend.

Es sollte der einzige Punktgewinn für die Damenabteilung des THW an diesem Wochenende bleiben. Die 1. Mannschaft unterlag im Anschluss nach einer bärenstarken Leistung dem Tabellenprimus der SH-Liga HC Treia/Jübek und auch für die 3. Damen wäre im Spiel gegen den Suchsdorfer SV sicherlich noch ein wenig mehr drin gewesen. Der anschließenden Weihnachtsfeier der Frauenabteilung tat dies aber keinen Abbruch. Bis weit in die Nacht hinein wurde sich der "Frust" von der Seele getanzt, das eine oder andere alkoholische Getränk zu sich genommen sowie durchaus schauspielerisches Potential an den Tag gelegt. Einen besonderen Dank auf diesem Wege auch noch einmal an unsere Frauenwart Michael Fischer, der sich nicht nur immer sehr engagiert um die Belange der "THW-Frauen" kümmert, sondern sich auch großzügiger Weise zur Übernahme der Kosten für das Essen bereit erklärt hat.

Für den THW spielten: (TW)Katharina Sitter (1.-60.Min.); (TW)Maximiliane Riemenschneider; (TW)Stephanie Schnoor; Sarah Steffanowski (1); Malin Hilburger(2); Lena Hansen(3); Adalheidur Alfredsdóttir(3/1); Kirstina Brüning(3); Kim Schwardt(6/4); Tessi Pomarius(4/0); Freya Antoni(2); Patricia Miskic(5); Franziska Miskic;